3. April, 2008
Webafiner BWLer vs. Fossiler Brennstoff
Grob trift dies den gestrigen Nachmittag auf der re:prublica08. Hinter den abstrusen einleitenden Worten verbergen sich die Workshops “Der pragmatische Einstieg ins Unternehmen 2.0″ und “Elemente der Netztkultur” und das kleine vs. in der Mitte macht sehr gut deutlich, dass die Veranstaltungen nicht unterschiedlicher sein konnten.
Beide hatten ihren Charme und manche tiefen Momente. Der erste Durchgang gab einen guten Rückhalt, dass das geliebte Bergwerk doch ganz gut bestückt ist mit Dingen wie Wiki, Chat, Mircoblogs, Blogs, Skype, etc. pp. - Nur anwenden und kommunisieren müssten es die fleißigen Sklaven noch. Das haben sich bunny und ich dann auch auf die Web 2.0 Fahne geschrieben und werden am Montag das Bergwerk rocken, na ja, unser Kollektiv.
Der zweite Ritt war ein Trip in die Vergangenheit und lies uns in BOFH Fantasien, dem Unirechencentrum, erste E-Mailversuchen und der Zeit ohne Messanger, Blog und handgemachter Kaffekränzchen schwelgen.
Ich bin Oliver Gassner wirklich dankbar. In der pl0gbar vorgestern und gestern morgen bei der Anmeldung, hatte ich das Gefühl ständig an der glatten Oberfläche der Umgebung abzurutschen. Was ist aus all den schrägen Typen geworden, die man vor ca. 4-5 Jahren bei solchen Veranstaltungen traf? Ich möchte nicht behaupten Oliver wäre ein ausgewiesener Nerd (aber jemand der zu festen Zeiten am Tag ein Foto von sich macht, egal in welcher Situation er sich befindet, bekommt einen besonderen Platz in meiner Mensche-an-die-ich-mich-Erinnere-Ecke).
Viele Entwicklungen des Social Web lassen sich erst in all ihren Dimensionen verstehen und vor allem sinnvoll weiterdenken, wenn weiß woher sie kommen. Welchen Weg sie zurückgelegt haben. Wenn man eine Idee von Gedanken und Theorien hat die dicht unter der Oberfläche lagern. Natürlich kann man in gut designten Communities, bunten Blogblasen, Twitter und Twimbler-Rauschen einen Selbstzweck sehen, dem seine pure Existenz genügt - es geschieht, weil es geschehen kann. Aber wirklich spannend wird es erst dort wo an der Oberfläche gekratzt, die Mechnik der Materie nicht nur hin- sondern auseinandergenommen wird.
Es gibt sie noch, diese Welt in der Nadeldrucker Sinfonien aufführen. Mit Oliver sind die Brüche, rauhen Kanten und Unebenheiten zurückgekehrt. Danke.
Text: murmel und bunny



