29. April, 2008
In China essen sie Hunde …
In Ordnung, ich habe diesen Satz um die hundert Mal gehört. Die meist folgenden Ausführungen dazu sind in ihren blumigen Ausschmückungen kaum zu übertreffen.
Mein Rezeptbuch umfasst nun eine Sammlung aller kleinen Nager, Insekten in aller Farbe und Ausprägung, kleine oder große Hunde bzw. Katzen, alles an Geflügel und Sachen, die man von der Straße wegfängt – alles wahlweise frittiert, gegrillt, gekocht, am Spieß, am Faden oder als Pyramide gestapelt.
Mal ehrlich, für den normalen Asiaten sind so Knaller wie Blutwurst (tote Oma), Fischmehl in Stäbchenform, dicke fette geschmacksneutrale Sahnesauce, Erbseneintopf, Saumagen oder „Schlimme Augenwurst“ auch kein Erlebnis, sondern ein artiger Test zum Überleben.
Also, für alle die mir kurz vor der Reise noch widerliche „Hab ich mal gelesen“ Geschichten über asiatisches Essen erzählen möchte – Lasst es!
Wir werden sehen, was wir essen und wenn es Knopfaugen hat, dann kommt es nicht in den Topf – aber Kühe haben auch schöne Augen und lange mondäne Wimpern. Wirre Welt der Nahrungsmittel.




5 Kommentare to “In China essen sie Hunde …”
moin,
da wir ja gestern ausführlich über die Eigenheiten von Essen - und zubereitung gesprochen haben, wünsche ich Guten Hunger beim Verzehr von lecker Hundefleisch, Skorpionen und unbekannten Tierhoden in China…
Greetz Kingdiehard
kingdiehard am 29. April, 2008 um 12:34
Alles nur Neid,das Essen muß ja immerhin potent machen,wie kommen sonst so ca 1,3-1,6 Millarden Chinis auf die Welt.
Deutsche Kost macht nicht gerade potent,sondern alle Lust geht gegen null,da die Energie der eigentliche Verdauungsprozeß verschlingt.
Ostküche war leichter,ergo mehr Lust und Vermehrungstrieb-die Ostler starben bis 1990 nicht aus-und jetzt?
Mal sehen wie Asiakost vertragen wird.Am besten ißt mann an der Garküche,du siehst was in den Wok kommt und kann beobachtet werden.Keine Geschmacksverstärker oder son Zeug,da ist Bio drinn und dran.Obst ist auch irre,es sieht nicht nur lecker aus ,nein es ist sogar -wie früher-richtig reif und saftig.
Für eine leckere Schildkrötensuppe kann man sich die kleine Mahlzeit frisch halten,weil sie bis kurz vor dem erstrebenswerten Suppentod ,eben noch knackfrisch im Wassereimer schwimmen durfte.Das find doch mal in Deutschland-nur Stabilisatoren und Farbauffrischer-dort alles noch nicht nötig.
Es wird schon gefallen.Zur Not vielleicht doch eine Salami einpacken,so mang de Schlüpper-natürlich eingeschweißt(Wurst oder Schlüpper).
Viel Vergnügen euch beiden-und hütet euch vor den eisigen Klimaanlagen!!!.
Mapa
papa am 29. April, 2008 um 22:20
Alles klar - Salami im eingeschweißten Schlüppi, Schnaps zum Keime abtöten in die Haarkur, Nussnougatcreme in die Schminktasche - das wird lecker.
Ich als Ostdeutscher werde das Abenteuer VR China annehmen und den Genossen mal zeigen, wie hart mich die Schülerspeisung an der Karl Marx Oberschule gemacht hat. Ich sag nur Manifest, Tote Oma und Speckitonne!
murmel am 29. April, 2008 um 23:00
Ich bin deutlich dagegen verspeist zu werden. Wie ich auch dagegen bin experimentelle Es(s)kapaden mit für europäische Verhältnisse nicht vergleichbaren Gewohnheiten zu praktizieren.
Wo käme ich da hin, sollte ich plötzlich als VolksDackel Käse von eierlegenden Wollmilchsäuen verputzen. Würde doch auch jeder blöd aus der Wäsche gucken.
Apropos Eier: probiere doch mal die 1000jährigen. Aber halt Dir den Gesichtserker zu.
Der VolksDackel am 30. April, 2008 um 14:12
@Dackel - und die Augen. Die sind doch schon grün vor Langeweile im Glas. Aber der schwedische Stinkefisch, den mensch halbvergoren isst, ist auch nicht besser.
murmel am 30. April, 2008 um 15:37