4. May, 2008

Wenn das meine Mutti wuesste - Essen in Peking

Wenn meine geliebten Erzeuger uns so gesehen haetten, dann haetten sie es nicht geglaubt.


Zwischen Schutthaufen, auf Kinderstuehlen ca. 30 cm ueber dem Erdboden sassen wir und warteten auf die Fuetterung. - In Deutschland wuerde ich alles dreimal mit Sakrotan abwischen.

Unser erklaertes Ziel im Urlaub ist es - wir essen nix, was es zu hause geben wuerde!

Gesagt, getan und rein in die winzigen Seitengassen der alten Wohngegenden von Peking. Hier wird entweder grad alles abgerissen, neugebaut oder der Charme der alten Tage weht um den Kiez.

Da wir nicht wissen was sich in den Toepfen befindet, fingen wir mit kleinen Hefekloessen an, die mit lecker was auch immer gefuellt waren.
Dann wurden wir mutiger und kehrten in eine Garkueche zwischen Schutt und hinter Werbetafeln fuer ein besseres China ein.

Klitzeklein und uebervoll - OK, die Mehrheit der Bewohner isst hier, also muss es gut sein. Etwas ueberlegt und das System verstanden.
Vorneweg das Bunny:
Korb nehmen,
Spiesse mit Essen reintun,
nicht ueberlegen was es ist,
mit Korb zum Supentopf voll Fett,
hinstellen,
Platz auf Plastikkinderstuehlen nehmen,
von Chinesen belaecheln lassen,
auf Essen warten.

Dann kommt das Essen in einer Schuessel mit einer Platstigtuete drueber und Staebchen (mit denen ich, Murmel, meine Schwierigkeiten habe) und dann startet der Feldversuch.
Alles wird frisch gekocht und mit leckerer, scharfer Sauce serviert. Der Herr des Hauses schaut ab und zu vorbei, erkundet ob man noch lebt und kichert.

Es ist sehr lecker und nach mehreren Versuchen steigern sie die Schaerfe im Essen, so dass mensch Feuer spucken kann.
Eins ist wirklich toll - ich kann endlich ruelpsen und schmatzen, wie ich will. Die Leute um mich rum machen es auch und ich bin nicht wirklich ein Anfaenger - Ich bin soooo stolz auf mich.

Bunny ist auch super - sie geht an die Futterbeschaffung echt todesmutig ran und wir essen auch tapfer Sachen, die wir kaeuflich hinter einem Kaufhaus gegrillt ueber einem alten Oelfass, abtragen. Lecker Teigtaschen mit doppelseitig Ei und gruenen Sachen drin. Alles ohne Augen und Haare, denke ich.

Wenn das meine Mutti wuesste!

8 Kommentare to “Wenn das meine Mutti wuesste - Essen in Peking”

  • Oh ihr seid so mutig. Ich grüße eure Bäuche und wünsche weiterhin eine wundervolle Reise.

  • mama weiß es nun -erziehung zur neugier und entschlossenheit zeigt früchte,überleben ist gesichert-weiter so. So hat die menscheit unbekannte kontinenete entdeckt und natürlich erforscht,wobei china sich nur schwer öffnet,
    Haben exkursion prag hinter uns ,sind nicht im Bier ersoffen-probiert das chinesische bier -es ist vortrefflich-esgeht viel rein und mann wird nicht blau-sondern man pinkelt schön lange gelb!
    Mapa

  • Wir befinden uns quasi im chinesichen Nahrungsmitteltrainingslager…
    Denn unsere neuen Freunde in der Garkueche hatten gestern beschlossen unser Essen einen “Hauch” schaerfer zu zu bereiten als am Vortag. Wir hatten das chinesische Bier in den Tagen zuvor schon ausgesprochen gern, aber gestern hat es uns vor schwereren inneren Verbrennungen bewahrt!
    Leider haben wir grad keinen Schnee vor Ort um das Pinkeln von gelben Parolen in vollen Zuegen geniessen zu koennen aber vielleicht sollten wir unsere Talente auf diesem Gebiet mal an dem in rauen Mengen vorhandenen Bauschutt erproben… gibt bestimmt auch schoene Muster…

  • Noch mehr Bier und Pinkeln und ich hab gelbe Schuhe vom Stehklo in den oeffentlichen Klos bzw. nen Muskelkater von den Hinhockversuchen.

  • Stand denn schon mal HotDog auf eurer Essensbestellung?

  • Nee, was ein Witz. Keine Hunde - du aleter Norweger.

  • hallo ihr fernreisenden, konnten leider nicht erkennen
    was es sonst noch so auf den Teller lag, kalter Hund
    schmeckt ja nicht schlecht. Die Luft in Peking soll ja
    auch Dicke sein, wann geht es weiter, Land und Leute
    kennen lernen. Wir grüßen Euch aus dem Hofbräu Haus.

  • @KKUB - Liebe Gruesse zurueck! Hofbraeuhaus, na das waere jetzt was. Das Bier hier ist wirklich sehr duenn und spuehlt gut die Nieren.
    Samstag fahrenwir NAchtzug nach Xian und besuchen die Tonkrieger.

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