5. May, 2008

Abendrot und Sozialismus in China

Als anstaendiger Chinareisender und Pekingbesucher waren wir nartuerlich am Platz des Himmlischen Friedenes.
Grad aus der U-Bahn gepurzelt (mit deren lustigem System wir uns angefreundet haben und uns nur gaaaanz selten verfahren) krochen wir aus dem Untergrund ins Licht des grossen Platzes, der vor Gedenkhallen und Monumenten nur so platzt.
Als Menschen mit DDR Sozialisation stellen wir uns gern an Schlangen an, wenn sie auf Grund ihrer zahlenmaessigen Uebermacht tolle Sachen versprechen. Zumal diese Schlange auf zwei Seiten des Platzes war und gigantisch (plus Polizei und Militaeraufgebot).


Frage nur: Verdammt was passiert hier und warum wir der brummende Verkehr gestoppt? Drehen sie heute den Mao in seiner Kiste um? - Die Chinesen fragen ging nicht und so warteten wir geduldig.

Heute war Samstag und da maschieren sie im schoensten Sonnenuntergang auf den Grossen Platz, machen militaerisches Tamtam und grosses Kino und holen die rote Fahne ein. Koennt ja der Klassenfeind kommen und sie klauen.
Dann wird die Strasse wieder gesperrt und rein in die Maogruft und Fahne versteckt.

Zum Ausklang bekamen wir noch einen wunderschoenen, gar romantischen Sonnenuntergang vor Maohalle mit wehenden roten Fahnen. Toll, da schlaegt mein kommunistisches Herz hoeher, oder auch nicht.

1 Kommentar to “Abendrot und Sozialismus in China”

Möchtest Du antworten?