12. June, 2008

Mensch kann nicht mit ihr, aber auch nicht ohne sie, die Kantine!

Wie oft wird nicht an diversen Tischen von Werktätigen in der Mittagslocation darüber philosophiert was mensch eigentlich gerade verzehrt und vor allem warum?
Für den einen ist es schlicht Nahrungsaufnahme, für den anderen willkommene Abwechslung den angestauten Arbeitsfrust an jemanden auszulassen, der in einer vermeintlichen Rangordnung noch unter einem steht, das Küchenpersonal.

Aber weit gefehlt, denn eigentlich verhält es sich so, dass in meiner Kellerwohnung noch die Etage über mir, zu vermieten ist. Und eben dort ist die Kantine eingezogen. Das Küchenpersonal sitzt definitiv am längeren Hebel. Es entscheidet nämlich darüber welche Mineralien, exotischen Gewürze und andere Spurenelemente, die mensch eigentlich zum Leben braucht, mit der Nahrung, oder eben nicht, aufgenommen werden. Kluge Menschen sagen dann, zu viel Salz ist ungesund, aber zu wenig auch!
Vor allem bei den tropischen Temperaturen und dem damit einhergehenden Salzverlust durch Transpiration.
Da hilft dann nur eins: das gegenseitige …. na ja die Ausführungen erspare ich mir bzw. überlasse sie Euer Phantasie.

Zurück zu meiner 5 (in Buchstaben: fünf) Sterne-Kantine. Zumindest von der Größe der Portionen stimmt das: Diese sind so winzig, dass es nur bis zum zweiten Löffel, also den für Papi reicht! Frage mich nun allerdings warum Shirts mit der Aufschrift XXXL, welche im Reich der Mitte gut und gerne als Vier-Personen-Zelt durchgehen, so verdammt klein sein können.
Ich esse also wenig, aber anscheinend das Falsche, denn an dem leckeren Bierchen mit Brause wird es ja nicht liegen. Dieses trinke ich ja schließlich beim Sport – Fußball gucken.
Keine Ahnung, was da schief läuft!

Trotzdem lässt sich mensch jeden Tag auf´s neue überraschen, was wieder angerichtet worden ist. Zum Beispiel steht jeden zweiten Tag Hähnchenbrust auf dem Menüplan. So auch heute, da gab es für 520 kcal Hähnchensteak mit Tomaten und fettarmen Käse überbacken, an Blattspinat und Bandnudeln. Glaubt es mir, es hat nicht im Entferntesten so geschmeckt wie es klingt. Aber trotzdem möchte ich die Kantine nicht missen, schließlich hat mensch sich irgendwie an sie gewöhnt und es ist der einzige Ort, wo einem die Ketten abgenommen werden und das Schlagen der Pauke nicht zu hören ist.

2 Kommentare to “Mensch kann nicht mit ihr, aber auch nicht ohne sie, die Kantine!”

  • Ich sag nur - sing mir das Lied vom Tod!

  • Was bin ich froh mit meiner Hasenstulle um das Bergwerg täglich zu lümmeln. Fern ab jedweder möglichen Fremdinvasionen und -bestimmungen. Zumindest für die halbe Stunde.

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