18. October, 2008

Twitterlesung

Endlich war es wieder soweit! Nachdem die Welterste Twitterlesung leider aus unerfindlichen Gründen verpasst wurde, hatte ich gestern die Chance feinste 140 Zeichen Kunst quasi direkt in meinem Vorgarten zu konsumieren. Neukölln ist nun nicht unbedingt die erste Adresse der Digitalen Boheme - umso mehr freute mich das illustre Zusammentreffen im Ori.

Der digitale Herbst warf seit Anfang der Woche seine Schatten vorraus und so fanden sich neben den bekannten berliner Gesichtern auch einige angereiste Barcamp und Webexpo Besucher ein. Gerde in Berlin angekommen, freudig das Wochenende erwartend und so war auch die Stimmung: freudig, erregt, - es brummte und summte und zwitscherte.

Durch die Lesung selbst führten die Herren bosch, bjoerngrau und mspro unterstützt durch freval der im Ori zu Haus ist und dort regelmäßig jeden Donnerstag  die Neuköllner Lesebühne betreibt. Das Programm war eine erfrischende Mischung aus strukturiertem Chaos und geplanter Improvisation.

Die Herren mspro und bjoerngrau während der Lesung

Die Lesung war in thematische Blöcke gegliedert die u.a. unter den Überschriften “Das Wetter”, “Montags Tweets” oder “TwitternwiebeiMuttern” standen. Letzteres war der rote Faden, der sich durch den Abend zog oder wie von mspro erklärt der “Running Gag”. In diese Blöcke wurden Twitkrit Artikel der Vortragenden gestreut.

In 90 Minuten (zwei Hälften à 45 durchbrochen von einer Pinkel-, Rauch- und Getränkenachschubpause) kann leider nur ein relativ kleine Einblick in das schier unendliche Twitterthemenuniversum gegeben werden. Es waren allerdings wirkliche Perlen dabei.

Nun hat sich ja unter Twitterern bereits einige Prominenz herausgebildet (Wer ist eigentlich Sascha Lobo?) und ich gebe gern zu, dass in schöner Regelmäßigkeit grandiose Qualitätstweets aus ihrer Tastatur fließen, doch trotzdem oder gerade deshalb, würde ich mir bei der nächsten Lesung etwas mehr Autorenvielfalt wünschen. Dort draußen gibt es so viele unentdeckte Virtuosen der 140 Zeichen!!

Liebe Twitkritter traut euch und hebt ein paar mehr dieser Schätze an das Licht eurer Lesebühne!!!

Der Teil der Lesung in dem es um den adoleszenten Amato (der korrekte Twittername ist mir leider entfallen) ging, war denn auch mein persönliches Highlight des Abends - bitte mehr davon! Für mich hätte es keinen schöneren Einstieg in dieses Barcampwochenende geben können.

6 Kommentare to “Twitterlesung”

  • Hab keine Vorstellung, wie eine Twitterlesung aussehen soll. Muss ich mal hin. Verrückte Welt.

  • Ja. Es lohnt sich. Da es erst die Zweite war, vermute ich, dass eigentlich keiner sich so richtig vorstellen kann, wie so was aussehen soll. Hat viel Spontanes und viel Potenzial und ist eben das, was man daraus macht.

  • “Dort draußen gibt es so viele unentdeckte Virtuosen der 140 Zeichen!!”

    Wir geben uns doch Mühe. Ich persönlich habe eine ziemlich hohe Fluktuation an “Friends”, probiere einige aus aber verfolge gute Leute meist auch sehr lange. Dabei will ich gar nicht abstreiten, dass einem da gute Tweets durch die Lappen gehen. Aber wirklich die gesamte deutschsprachige Twittersphere zu beobachten wäre mehr als ein Fulltimejob und kann nun niemand verlangen.
    Wenn Du oder sonstjemand also tolle Tweets habt, oder auch auf tolle Twitterer hinweisen wollt, immer gerne. Einfach kritiker ät twitkrit.de anschreiben.

    Ansonsten: schön, dass es Dir gefallen hat. :)

  • vielleicht hätten wir alle kleine Namensschildchen tragen sollen, wer wer ist.

    Schön beschrieben. Wie ja auch die Lesung gut war.

  • @bunki
    Ja, manchmal finde ich es auch schade, gute Gespräche zu verpassen einfach weil man nicht weiß, mit wem man gerade an einem Ort versammelt ist. Vielleicht können wir das ja bei der nächsten Lesung nachholen.

  • [...] Absolut Friedenau [...]

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