24. October, 2008

Bad Dates oder Bad Days

Verleser haben oft ihren Ursprung in einer verqueren Gehirnwindung und somit haben sie bei mir freies Spiel.
Dankenswerter Weise bekam ich heute von Bunny ein Buch auf den bergwerkseigenen Schreibtisch gelegt, was mich erheitern soll. Erlegt hatte sie es bei der Lesung von Sarah Schmidt im ORI.
BAD DATES steht drauf und mein kleines Männchen im Kopf las BAD DAYS. Ist ja klar, wenn ich mir die letzten Tage vor Augen führe: Dank barcamp berlin 3 kränkelt sich der AF_Blog durch die Gegend und ist unpässlich. Na ja, vielleicht habe ich mich auch nur in der Kantine vergiftet. Ansonsten ist das Leben auch grad wirr zu mir. Bankkram verlegen, Schlüßelvergessen, Woche übetsehen, das sind Aufgaben, die erst einmal geschafft werden müssen. Allein das Nutzen der BVG übersteigt meine körperlichen Grenzen.
Hunde, die kleine Pelze tragen, Menschen die mit Bollerwagen nebst IKEA Küche einen Wagon zustellen, oder Studentinnen, die statt Texte zu lesen und zu analysieren ihre Profs (Aussehen, Charme, etc.) durchhecheln. Gern hätte ich ihnen Bourdieus “Praktische Vernunft - Zur Theorie des Handelns” um die Ohren gehauen, aber das hätte sie dem Wesentlichen auch nicht näher gebracht. Vielleicht waren die Schwärmereien auch das Wesentlich in ihrem Leben und die neomarxistische Gesellschaftstheorie des Franzosen nur das Rauschen in ihren Köpfen. Schmunzeln musste ich dann doch, weil mir einfiel, dass Bourdieu in diesem Buch kurz das Bildungssystem zur Aufrechterhaltung und Legitimation der Klassenstrukturen moderner Gesellschaften anführt. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Ja ja, BVG fahren bekommt mir eben nicht.

1 Kommentar to “Bad Dates oder Bad Days”

  • Die menschlichsten Abgründe sind die Tiefsten. Man gewöhnt sich drann. Jeden Tag. Anders gesagt der gekonnte Berliner ist gut in Igonranz. Was ja auch ein Problem sein kann.

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