6. November, 2008
Fahrenheit 451 - Nachgelesen
Altbekanntes neu erlesen, das ist die Intention einer Kolumne im “Das Magazin“. Hier wird in den Bücherschrank gegriffen und neu entdeckt. So wurde ich bereits vielfach zum Lesen alter Schätze aus meinem Fundus oder gar zum Neukauf bewegt.
In der letzten Ausgabe nun, wurde auf das bereits 1953 erschienende Buch 541 Fahrenheit (Ray Bradbury) verwiesen. Gelesen, empfohlen und getan. Ich las es neu und war begeistert ob der Frische des Buches. Erschreckend der direkte Bezug in unser aller Leben. Da lob ich mir die Fahrgäste der BVG, die einen Schundroman lesen. Sie lesen immerhin und lassen sich nicht völlig berieseln vom Sendungsbewusstsein der Medien. Selbst ein Schundroman regt zum nachdenken, träumen und neu erfinden an.
Die Lektüre von Fahrenheit 541 lohnt. Nicht den Film sehen, obwohl dieser auch gelungen ist, LESEN.
Kurz zum Inhalt:
Fahrenheit 451 spielt in einer Welt, in der es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu besitzen oder gar zu lesen. Die Gesellschaft wird vom politischen System abhängig, anonym und unmündig gehalten. Drogen und Videowände lassen keine Langeweile aufkommen. Selbstständiges Denken gilt als gefährlich, da es zu anti-sozialem Verhalten führe und so die Gesellschaft destabilisiere. Bücher gelten als Hauptgründe für ein nicht systemkonformes Denken und Handeln.



