16. February, 2009
Vorm Haus
Ich stand vor meinem Haus im Schnee, schaute hinauf, fragte mich, wer dort wohl wohnt. Ich sah die Stockwerke, die Lichter, Bewegungen. Ganz oben wohnte ich. Drei Wohnungen, drei Leben gestapelt auf der Eckkneipe. Gedanklich nahm ich die Hauswand ab, blickte ins Hausskelett, in die Leben. Ich fertigte Wegprotokolle, zählte Funktionsräume, katalogisierte Personen & Tiere. Ich stand dort, sah hinauf, die beschriebenen Seiten fielen in den Schnee. Die Notizen zogen sich voll Wasser.
Ich konnte nicht aufhören, stehe noch dort, bekomme Kaffee gebracht und warme Decken.




5 Kommentare to “Vorm Haus”
…Decke und Kaffee (richtiger!) sind schon auf’m Weg gen Norden!
de afrikaaner boet am 16. February, 2009 um 15:58
Wohnst Du schon,oder steh’s Du noch? Ist doch kalt draußen.Der Stern ,der Mond scheinen helle,steh’s Du noch auf dieser Stelle?Im Lichte und auf der Straße kalt,wenn Du noch lang steh’s wirst nicht alt,drum rauf in deine Wohnung schnell,da ist es warm und auch schön hell.Die Wanne läd zum Bade ein ,so ist ein deutsches Leben fein.Im Dunklen steht man nicht herum ,das ist so öd und auch sehr dumm.da kommen Leute dann und kucken-kann die nicht woanders hucken?In ihrer Wohnung könnt sie sein,da ist es jetzt warm und fein,so denken sie ,wird’s sein
moewe am 18. February, 2009 um 00:01
Das Nachtgespenst,das Nachtgespenst ,es geht herum,dreht es an der Zeit doch endlich rum.Es ist noch nicht so spät ,wie es so steht,da hat einer vergessen ,wer an der Uhr gedreht.Die MEZ ist hier verlangt.
moewe am 18. February, 2009 um 00:05
Mir gefällt diese skurrile Geschichte sehr!
Claudia am 18. February, 2009 um 07:25
@Claudia - Vielen Dank.
@Möwe - Du dichtest so schön ;).
murmel am 18. February, 2009 um 17:57