30. July, 2009

Streichen sie schon, oder lesen sie noch?

Nie sind Fenster häufiger geputzt, als in Zeiten von Abschlußarbeiten. Nie sind lustige Taschenbuchausgaben der letzten 20 Jahre penibeler geordnet, als in Zeiten von Steuererklärungen. Nie sind Zeitungen ausgelesener, als in Zeiten von Malerarbeiten. Die Neigung, Ersatzarbeiten als Vorschub des Eigentlichen zu leisten, ist allgemein bekannt und sehr gern genutzt. Und auf dem Boden liegend Zeitung zu lesen ist wirklich besser als Überkopf Decken zu streichen.

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28. July, 2009

Der Allibert, der Allibert

Die Erkenntnis kommt mit dem Baumarkt. So steht es im großen Buch des Heimwerkers geschrieben.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben bei mir häufige Besuche des schwedischen Einkaufswürfels Schäden in der Wortvielfalt hinterlassen. Reduziert sich doch der möblierte Wortschatz auf Sofa mit Kleinstadtnamen, Regalen mit Männernamen und Kleinkram mit handlungsanzeigenden Worten. Gebraucht mensch diese in anderen Zusammenhängen oder Konsumtempeln führt es zur leichten Verärgerung des Fachpersonals oder eben einer gemeinsamen Geheimsprache.
Aber es gibt auch Perlen der Sprachdeutung, die fern des Elches ihren Ursprung haben. So der Allibert, dessen Aussehen mir bekannt, aber dessen Namen mir entfallen war. Im Grundprinzip folgt es der Bedeutungshoheit anderer Markennamen. Allibert war früher eine französische Ausstattungsmarke für Spiegelschränke und hat sich Stück für Stück (wenn auch nicht durch Formschönheit, doch aber durch Raumwunder) in die Badezimmer und den Sprachgebrauch geschlichen.
Zugegeben, ich mag diese Wort aufgrund seines Klangs und eigentlich den klobigen Spiegelschrank auch.
Deshalb: Liebe Leute, sagt häufiger mal Allibert! gern auch zu anderen Alltagsdingen, vielleicht setzt es sich ja durch.

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27. July, 2009

Ohne Funken & Verstand

Magnesiumspäne aus dunklem Schacht brachte der Holzklotz dem hohlen Püppchen als Herzensschatz. Ergriffen zog ein Seufzer durch’s Köpfchensvakuum & Luft. Drauf tat’s nen Knall. Lichterloh beide gleich in Flammen standen. Doch Eifersucht ist oft wie Stroh & in des Püppchens Vogelscheuch entbrannte Wut & Füllung. Das Ende ward dann Schutt & Asche & keinerlei Moral.

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27. July, 2009

Halt durch, grad weil Montag und der Urlaub so fern ist


Halt durch! by RUMMELSNUFF
Die derbe Strommusik von Rummelsnuff (Roger Baptist) hilft über die drüben Momente & das ist grad sehr nötig.

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26. July, 2009

Durch die Nacht

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26. July, 2009

Beautiful Burnout


Beautiful Burnout by Underworld

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26. July, 2009

Bleiben Sie nicht stehn!

Da stehst’e, glotzt, starrst, kommst nicht weiter. Angekommen bist’e nirgens. Anschluß verpasst, kurz ausgesetzt, Rücklichter so schön. Der Wurm frißt dich von innen. Gedanken retten sich kaum. Schreiben lässt’e. Das Blog hält still. Machst doch eh waste willst. Mal seh’n was kommt.

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13. July, 2009

Schrei es raus!


Bdaaa!!! by Los Peyotes

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8. July, 2009

Stadtstrand

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6. July, 2009

Solanum dulcamara

Bittersüß der Nachtschatten,
der es lähmte.
Bedeckt durchs Unterholz
aus dem’s gelockt.
Gierte nach den reifen Früchten,
die’s so entrückt,
auf den Boden niederdrückt.
Aufgequollen der pelz’ge Körper,
der sich nun danieder streckt.
Fragt sich beim rüber gleiten,
wofür bin ich so elendig verreckt.

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