Die Nachtalb

Fröstelnd in nachtmahrer Stunde steht’s Fräulein im fahlen Sein.
Edler Schimmelpelz umhüllt die baren Schultern,
vermacht vom toten Gatten aus Kasteien.

Sein Gebein ward folgend ihre feinste Seife.
Geschunden hat er sich für sie.
Geschrien hat er lauthals, bis sie es begreife.
Doch schlicht war’s Geschöpf, begriff es nie.

Gefallen war sie,
als er sie aus dem Rinnstein fischte,
damals als das Geld verlor den Wert.

Versetzt hat’s bleiche Kindlein seine goldnen Zähne,
mit einem Hämmerchen schlug sie sie aus.
Bei Leibe noch, als er noch lebte.
Das gierige Kichern giggelte durchs ganze Haus.

In kleinen Gläschen schwimmen seine Nieren, die Augen und der dicke Darm.
Der Ring, der noch am Finger,
der schmückt nun ihren dürren Arm.

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