Langeweile kann tötlich sein – Wie die fremde Frau die Kunst erdrückte

e.poesie – Poesie/Werkstattgespräch

Zuerst redete Sie es tot. Sie duldete kein Aufflackern von Euphorie, kein organisches Beschreiben des Erlebten. Mit der vergeistigten Denkweise einer Oberschullehrerin ohne den Funken von Ironie, Spontaneität und dem Gleichmut wirre Gedanken zu entschuldigen, führte Barbara Barthelmes durch das Poesiegespräch.
Sollte sie doch die Grenzwelten von Musik & Lyrik – e.poesie – ausloten, aufbrechen, lebbar machen. Der Raum für die Erfahrungswelt des Werkstattprojektes e.poesie wurde schmaler und starrer für Sidney Corbett, Johannes Jansen, Frank Niehusmann und Bas Böttcher. Die vier waren zwei der Paarungen von Musik & Lyrik. Dichtung und Komposition trafen aufeinander und schufen eine mögliche neue Kunstgattung (so Barthelmes) – elektroakustische Poesie.
In Fragmenten erfuhr mensch, welche Begegnungen, Arbeitsprozesse, Wünsche, Gedanken, Biografien hinter den einzelnen Projektteilen standen, die am Abend ihre Uraufführung finden sollten.
Schade, dass das Werksattgespräch durch diese normalisierte Interviewführung erstickt wurde und die eigentliche Aufgabe, die einer Vorband, eines Aufwärmen, Anfütterns, verfehlte.

Zum eigentlichen Klanwortspiels aber mehr im zweiten Teil der Nacht beim Poesiefestival 08 in Berlin.

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