Im Inneren des Leoparden

In kleinen fröhlichen Wellen überkommt es einen das traute Heim umzugestalten. Die Neigung alles klinisch Weiß oder Nebelgrün zu malern, muß nicht immer gepflegt werden. So stößt es sich beim Stöbern nach Wandpapier auf gar absonderliche Musterungen, die durch keine kämen. Gefangen in wirren irren Modelltypen kann sich das Auge nur auf unifarbenen Tapeten ausruhen und sich niedersetzen, wie eine dröge Stubenfliege.
Wenn nun aber zwei tapetöse Ereignisse auf einander treffen, dann kumuliert es im unverständliche Traum von einer Leopardendrucktapete. Ausschlaggebend waren das DamenWC in der Wilden 13 und die Werbung im Klang und Kleid. Bisher fehlt nur der geeignete Raum für diese Art von Musterrausch. Zu klein gewählt und das Tier erwacht. Reißt auf das Maul und verschlingt den Betrachter, der nur die Rückseite in blutrot sieht und im Verdauungstrakt verschwindet. Fressen oder gefressen werden, das ist hier die Frage und endet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der roten Liste der WGArtenschützer. Es wird ein Traum bleiben und so lange werde ich mich am Leodruck verschiedener Rockabillykneipen sattsehen. Kein Leo für Murmel, so ist das Leben im Großstadtdschungel.

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